Oliver Wegner Hawaii

WENN VULKANISCHE ERDE UND HEILIGES WASSER RUFEN

Nach Costa Rica führte unsere Reise nach Hawaii, wo uralte Elemente zusammentreffen, Kraftorte ihre Geheimnisse offenbaren und unerwartete Begegnungen den Weg weisen.

Oliver Wegner

03 Mai 2025

Persönliche Reflexionen

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Stell dir vor: Du stehst am Rand eines erstarrten Lavafelds. Die Erde ist schwarz und bietet einen enorm beeindruckenden Kontrast zur umliegenden Landschaft. Eine warme Brise streicht über deine Haut, während die gewaltige Kraft des Pazifiks gegen die Küste brandet.

Du atmest tief ein und spürst: Hier, auf einer der jüngsten Inseln unserer Erde, befindest du dich an einem Ort, an dem die Elemente in ihrer reinsten Form zusammenkommen. Willkommen auf Big Island, Hawaii

DER RUF DER ELEMENTE

30. Dezember 2024. Nach unseren Erfahrungen mit Meeresschildkröten in Costa Rica trägt uns unsere Weltreise nach Hawaii. Nicht als gewöhnliche Urlauber, sondern als Familie mit einer besonderen Mission.

Die Botschaft erreichte uns noch während unserer Zeit in Costa Rica – “water was calling” – ein klares Signal, dass wir auf Hawaii Wasserzeremonien mit Kristallen für Liebe, Licht und Frieden durchführen sollen. Anders als zuvor würden die Kristalle diesmal an besonderen Kraftplätzen verbleiben. Das Paket mit diesen speziellen Kristallen ist dank Luise Mara bereits auf dem Weg aus Ungarn, um uns auf Big Island zu treffen.

Als wir um 12:39 Uhr Ortszeit in Kona aus dem Flugzeug steigen, begrüßt uns die Insel mit einer besonderen Geste: Der Kilauea, einer der aktivsten Vulkane der Erde im Volcano National Park, ist aktiv. Erzeugt Rauchwolken und meterhohe, glühende Fontänen aus Lava. Nirgendwo sonst wird die Verbindung der Urelemente Feuer und Wasser so greifbar wie hier, wo noch neues Land aus dem Ozean geboren wird.

DIE INSELGEMEINSCHAFT, DIE UNS WILLKOMMEN HEIßT

Statt eines gesichtslosen Hotelzimmers führt uns eine Empfehlung von Hilary – die wir beim Halloween-Schmücken in Seattle kennengelernt haben – zum Waianaia Earth Temple. Yoav empfängt uns mit offenen Armen. Später lernen wir seine Frau Naomi und ihre zwei Kinder kennen.

Die North Kohala Community ist ein Ort für Menschen mit offenen Herzen und Köpfen – tiefgreifende Heilung, zentrierende Rituale, verbindendes Musizieren, erlebnisorientierte Bildung im Einklang mit der Natur, fühlbares Wohlbefinden und ein Bewusstsein für Wasser sind hier an der Tagesordnung.

Und wir schätzen es, gleich ein Teil davon zu sein und gemeinsam Silvester zu feiern. Einige Tage später sind unsere drei Kinder eingeladen, bei bestem Wetter zwei Tage an einem Ferienprogramm der Open-Air-School auf der Starseed Ranch teilnehmen. Ein besonderes Erlebnis für sie und Erfüllung für uns als Eltern. 

WASSER ALS VERBINDENDES ELEMENT

Bereits in Costa Rica habe ich mir etwas überlegt – einen Wasserworkshop für die Community. Es wird ein Nachmittag voller Entdeckungen: Ich teile die Vision des World Water Movements, spreche über die tiefgreifende Verbindung zwischen Mensch und Wasser und wir probieren gemeinsam die Vitalisierung und Energetisierung mit dem niederländischen Wunderaufsatz und dem Telos-Heilkristall. Ein richtiges Water Tasting! Eine spannende Premiere für mich – habe ich doch bisher nur im Familien- und Freundeskreis verschiedene Wässer verglichen, nie aber im Workshopformat. Ich lerne mindestens so viel wie die Teilnehmer.

Water Workshop

BEGEGNUNG AM KRATERRAND – WENN ZUFÄLLE KEINE SIND

Nach einem Tag voller Erkundungen in Hilo entscheiden wir uns, abends den Volcanoes National Park zu besuchen. Die Dunkelheit, so hören wir, lässt die Lava-Fontänen besonders eindrucksvoll erscheinen.

Am Eingang empfängt uns eine freundliche Parkrangerin: “Folgt einfach der Straße für einige Kilometer, dann kommt ihr auf den Kraterrand.” Sie fügt mit hawaiianischer Gelassenheit hinzu: “Vielleicht seht ihr etwas, vielleicht auch nicht” – es fängt an zu regnen und ist stark bewölkt.

Am Informationsstand leuchte ich mit meiner Taschenlampe auf eine Tafel, um wenigstens etwas lesen zu können. Da nähert sich eine Dame mit ihrer Tochter. Kennst du dieses Gefühl, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest und den Eindruck hast, ihn seit Jahren zu kennen? Genau so fühlt es sich an. Wir – Antonia und ihre Tochter Christina – kommen schnell ins Gespräch. 

Fast beiläufig erwähnen wir unsere Wasserzeremonien und die Kristalle, die wir dabei haben. Es ist, als hätte ich einen verborgenen Schalter umgelegt. Antonia beginnt zu sprudeln: Sie hat sich mit Wasserkristallen befasst, kennt die Arbeit von Dr. Masaru Emoto, glaubt an die Informierbarkeit von Wasser und interessiert sich für uraltes Wissen. Sie ist gerade dabei, ihr Haus in New Mexico aufzulösen, um permanent nach Big Island zu kommem.

Wir tauschen Kontaktdaten aus und verabschieden uns mit dem Versprechen eines Wiedertreffens bei Tageslicht. Die Lava-Fontänen bekommen wir an diesem Abend nicht zu sehen – die Wolkendecke bleibt geschlossen. Aber wir spüren die enorme Energie, die von diesem Ort ausgeht. Der perfekte Platz, um unsere Kristalle zu “initialisieren”, sie auf Big Island willkommen zu heißen. Und genau das ist unser krönender Abschluss an diesem Abend. 

KRISTALLPLATZIERUNG: WENN VULKANE NACH FRIEDEN RUFEN

Die Tage auf Big Island verfliegen, und die entscheidende Frage stellt sich: Wohin wollen die Kristalle? Wir setzen eine klare Absicht, schauen auf die Karte der Insel, und plötzlich – als würde jemand einen Vorhang beiseite ziehen – wird es klar.

Der erste Kristall möchte in den Nachbarkrater des aktiven Vulkans Kilauea – mitten im Volcanoes National Park. Wirklich? Vulkanisches Gestein enthält bis zu 52% Siliziumdioxid – die Hauptkomponente von Quarzkristallen. Die molekulare Struktur ist deshalb ideal, um Schwingungen von Kristallen aufzunehmen und zu verstärken.

Am 8. Januar 2025 machen wir uns auf den Weg. Nach 2,5 Stunden Autofahrt und einem 30-minütigen Fußmarsch bergab erreichen wir den Kilauea Iki Crater. Ein seltsames Gefühl, in diesem gewaltigen Krater zu sein und zu wissen, dass nebenan flüssiges Gestein brodelt.

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Verbindung mit den Kräften

Aber wo ist hier Wasser? Ich bin zunächst ratlos, stelle meine “Antennen” auf Empfang. Die Antwort kommt prompt: Unser Kristall will genau hierher, weil das vulkanische Gestein die Schwingung aufnehmen und verstärken wird. Was viele nicht wissen: Zwischen vulkanischem Gestein und Wasser besteht eine besondere Beziehung. Bei Vulkanausbrüchen im Meer entsteht eine einzigartige Wasserstoff-Sauerstoff-Verbindung, die besonders reich an Mineralien ist. Wissenschaftler vermuten sogar, dass das Leben auf der Erde in genau solchen vulkanischen Unterwasserregionen entstanden sein könnte.

Nach einer schönen Zeremonie finden wir den passenden Platz für unseren ersten Kristall. Ein tiefes Gefühl der Erfüllung breitet sich in mir aus.

DREI WASSERFÄLLE UND EIN SCHLAFENDER DRACHE

Noch am selben Tag soll die zweite Zeremonie stattfinden. Unser Rückweg führt uns zu den Peepee Falls. Doch das Gebiet ist abgesperrt, kein Rankommen ans Wasser. Ich bin verwirrt. Hier soll der Kristall hin? Das kann nicht sein.

Ein Blick auf die Karte, und wir fahren ein paar Minuten flussabwärts zu den Rainbow Falls. Hier tummeln sich Touristen, und auch hier gibt es keine Möglichkeit, ans Wasser zu gelangen. Ich halte inne, atme tief durch. Um was geht’s und wo ist der richtige Platz?

Unsere Intuition führt uns schlussendlich in die entgegengesetzte Richtung, flussaufwärts. Wir kommen an eine Brücke, parken das Auto und bahnen uns einen Weg durch einen Mischwald aus Laubbäumen und Bambus. Ist das hier ein offizieller Weg – NEIN. Schließlich erreichen wir die Wai’ale Falls – einen dritten Wasserfall im selben Flusslauf, dem Wailuku River, der direkt in die Hilo Bay mündet.

Jetzt verstehe ich: Das durch den Kristall informierte Wasser wird von hier über drei Wasserfälle in den Fluss und letztendlich ins Meer getragen. Die Wirkung verstärkt sich mit jeder Kaskade. Das Wasser von Big Island erzählt uns seine Geschichte, Wasserweg für Wasserweg.

Der Wasserfall mündet in ein großes Becken, wo Einheimischer, aber auch Touristen als Mutprobe 10-12 Meter tief ins Wasser springen. Wir laufen etwas weiter, hinter den Wasserfall, und da zeigt sich die Formation wie ein schlafender Drache. Die Kinder sind begeistert. Wir klettern über die felsige Landschaft, dazwischen quirlt das Wasser. Auf dem “Rücken des Drachen” finden wir schließlich den perfekten Platz für unseren zweiten Kristall.

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Wai’ale Falls – Absprungbasis
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Auf dem Rücken des Drachens

Nach einem langen, erfüllenden Tag mit über sechs Stunden Autofahrt und zwei Zeremonien kehren wir spät abends zum Waianaia Earth Temple zurück und fallen dankbar und auch ein wenig erschöpft ins Bett.

EINE BOTSCHAFTERIN FÜR DAS WASSER

Am nächsten Tag nehmen wir Kontakt mit Antonia auf und berichten ihr von den Zeremonien. Sie und ihre Tochter laden uns ein, ihr Anwesen im Süden der Insel zu besuchen. Auf dem Weg dorthin reift in mir der Gedanke, Antonia zu fragen, ob sie die erste Wasserbotschafterin werden möchte.

Über Stock und Stein erreichen wir am Mittag ihr Grundstück und genießen herrliche Stunden gemeinsam. Wir sitzen im Garten, lernen uns besser kennen und machen ein gemeinsames Water Tasting. Antonia nimmt sofort die Unterschiede zwischen normalem Wasser und dem mit dem Telos-Heilkristall energetisierten Wasser wahr.

Ich frage sie, ob sie sich vorstellen kann, sich im World Water Movement zu engagieren – und ihre Augen leuchten. Gesagt, getan. Aus einer zufälligen Begegnung am Kraterrand entwickelt sich eine Zusammenarbeit in gemeinsamer Mission.

Oliver and Antonia
Antonia und Oliver im Süden von Big Island

ÜBER DEN WOLKEN: DER HÖCHSTE BERG DER WELT

Der dritte Kristall hat sich einen ganz besonderen Ort ausgesucht: Den Mauna Kea, über den Wolken.

Mit einer Höhe von 4.205 Metern über dem Meeresspiegel ist der Vulkan Mauna Kea der höchste Berg Hawaiis. Was viele nicht wissen: Vom Meeresboden aus gemessen erhebt er sich über 10.000 Meter – und ist damit tatsächlich der höchste Berg der Welt, deutlich höher als der Mount Everest mit seinen 8.848 Metern. Ein kolossaler Berg, der zu drei Vierteln unter Wasser liegt – ein weiteres Beispiel für die tiefe Verbindung zwischen Feuer und Wasser auf dieser Insel.

Und er ist ein heiliger Ort für die Hawaiianer. Der Name “Mauna Kea” bedeutet “Weißer Berg”, benannt nach der Schneekappe, die ihn während der Wintermonate ziert – ein surrealer Anblick auf einer tropischen Insel.

Das Wetter auf Big Island ändert sich schnell, und wir brauchen mehrere Anläufe, um auf den Mauna Kea zu gelangen. Schließlich klappt es, aber es gibt noch einige Hürden: Unser Jeep hat noch Dreck in den Radkästen vom vorherigen Abenteuer. Der Ranger schickt uns zurück, um ihn “unauffällig” zu beseitigen.

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Letzte Vorbereitungen, bevor es hochgeht

Kinder dürfen erst ab 13 Jahren auf den Berg. Ich denke mir: ja, “zusammen” sind sie sogar älter 😉 Unsere Argumentation ist klar: Wir kommen aus der Schweiz, unsere Kinder fahren auf Gletschern Ski, und Berge sind unser Zuhause.

Der Ranger überprüft den Füllstand unseres Kraftstoffs – weniger als 50 Prozent… nach einigem Zögern dürfen wir schließlich hochfahren.

Bist du schon einmal mit dem Auto über 4.000 Meter Höhe gefahren, auf einer 16 Kilometer langen, steilen Schotterstraße? Die Luft wird in der Höhe sehr dünn, und unsere Kinder spüren es am intensivsten.

Vom Parkplatz müssen wir noch eine 25-minütige steile Wanderung zum Lake Waiau zurücklegen, um die Zeremonie mit dem Kristall durchzuführen. Lake Waiau ist einer der höchstgelegenen Seen der Welt und für die Hawaiianer ein Ort von tiefster spiritueller Bedeutung. Seine Besonderheit: Trotz der Höhenlage und der Durchlässigkeit des vulkanischen Gesteins hält dieser See konstant Wasser – ein Phänomen, das Wissenschaftler lange rätseln ließ. Neuere Studien deuten darauf hin, dass eine permafrostartige Schicht unter dem See das Wasser am Versickern hindert.

Bei minus zwei Grad Celsius, gefühlt wie minus acht durch den Wind, bereiten wir das Ritual vor. Wir schaffen es gerade noch rechtzeitig vor Sonnenuntergang, die Zeremonie abzuschließen, und lassen auch diesen Kristall zurück, damit er seine Wirkung entfalten kann.

WAS DER VULKANISCHE BODEN UNS LEHRT

Mit jedem Kristall, den wir platzieren, vertieft sich mein Verständnis für die einzigartige Beziehung zwischen Wasser und vulkanischem Gestein. Hawaii verkörpert diese Verbindung wie kein anderer Ort auf der Erde.

Die geologische Geschichte der Insel entfaltet sich bis heute: Glühendes Magma steigt aus dem Erdmantel auf, trifft auf das kühle Nass des Pazifiks und erstarrt zu Felsen. Dieser Prozess formte nicht nur die hawaiianischen Inseln, sondern schuf auch einen der vielfältigsten Lebensräume der Welt: Auf Big Island existieren elf der weltweit dreizehn Klimazonen – von tropischen Regenwäldern bis zur alpinen Tundra.

Das vulkanische Gestein übernimmt dabei eine zentrale Rolle im Wasserkreislauf: Seine poröse Struktur speichert Regenwasser und gibt es langsam als gefilterte Quelle wieder frei. Diese natürliche Filtration reichert das Wasser mit Mineralien an, die für Pflanzen, Tiere und Menschen lebenswichtig sind.

Wenn wir das nächste Mal Mineralwasser genießen, denken wir daran: Viele dieser wertvollen Mineralien stammen aus vulkanischen Prozessen wie jenen, die wir hier auf Hawaii erlebt haben.

DIE MISSION GEHT WEITER

Während wir Big Island verlassen, bleibt ein Teil von uns – in Form der Kristalle – zurück. Sie werden ihre Arbeit fortsetzen, lange nachdem wir gegangen sind. Und Antonia, sie wird als Wasserbotschafterin vor Ort aktiv werden. Und somit wächst die Bewegung, mit jedem Menschen, der dazu kommt, sowie einer Wasserzeremonie nach der anderen.

Von der Wüste Sahara über die Küsten Costa Ricas bis zu den Vulkanen Hawaiis – Wasser verbindet uns alle, erzählt Geschichten und trägt Botschaften. Wir müssen nur innehalten und zuhören.

Hast du schon einmal die elementare Kraft eines Vulkans gespürt oder die heilende Wirkung eines besonderen Wassers erfahren? Vielleicht stehst du selbst an einem Ort, der dich tief im Inneren berührt hat? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren oder schreibe mir direkt – wir sind neugierig auf deine Geschichte.

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